Mondlicht

 

Mondlicht über Bergeswipfeln

vertraut

gespenstisch

lieblich sanft

und erhaben

zeigen sich die ersten Silhouetten

wie von Geisterhand

in die Dunkelheit gemalt

als täte sich ein Rachen auf

der den ganzen Tag verschlingt

in einem Augenblick

wenn Stille sich um uns breitet

so horche und spüre

 

still und leise

lispelt der Wind

und warm zieht der Frieden

über das Land

hält an

über Bergen und Auen

 

Pechschwarz breitet sich

der schwere Mantel

ein leiser Nachtgesang

der das Abendrot getrieben hat

über die Weiten

Höhen und Tiefen

bis in den neuen Morgen

 

lass diese gewaltig

grossen Wunder

einfach geschehen

gib dich hin

der Einsamkeit

der Nacht

 

 

 

 

 

 

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